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5 Anstiege für Radfahrer
Mit dem Fahrrad ist man in Kapstadt nicht immer sicher unterwegs. Ich fahre seit einem Jahr in Kapstadt Rad und wurde schon zweimal angefahren. Ohne Motor hat man auf Kapstadts Straßen keinen Respekt. Minibustaxis, Schlaglöcher und Einkaufswagen mit Sperrmüll machen Radfahrern hier das leben schwer.
Auf der anderen Seite hat Kapstadt aber auch ein paar Strecken, die Radfahrern vor Freude Tränen in die Augen treiben. Kaum eine andere Stadt hat Küstenstraßen, Weinanbaugebiete und Bergpässe durch einheimischen Fynbos zu bieten. Charakteristisch für Kapstadt ist es auch, dass man hier keine zehn Minuten radeln kann ohne bergauf fahren zu müssen. Für einige mag da ein schlechte Nachricht sein, aber ich liebe es bergauf zu beschleunigen. Dies sind einige der Hügel, die die Kaphalbinsel zu bieten hat:
Kloof Nek
Der Sattel zwischen dem Tafelberg und Lion´s Head ist einer der steilsten Anstiege in Kapstadt. Der Anstieg aus Kapstadt ist lang und hart. Es gibt immer noch eine Kurve und die Straße scheint immer steiler zu werden. Angenehm ist, dass man hier immer mit dem Tafelberg im Blick radelt und oben angekommen hat man einen wunderschönen Ausblick auf den Atlantik.
Wer den Anstieg von der atlantischen Seite aus beginnt kann Camps Bay Drive mit Blick auf den Atlantik und die zwölf Apostel befahren. Die Alternative ist die Klettertour entlang Kloof Road. Für Kloof Road spricht, dass man hier durch große Bäume geschützt ist – an sonnigen Tagen ein kaum zu überschätzender Vorteil.
Suikerbossie
Der Anstieg von Camps Bay nach Suikerbossie ist einer meiner Favoriten. Der Anstieg ist recht sanft und führt auf ganzer strecke am Atlantik entlang. Man kann hier sehr schön auf dem Seitenstreifen fahren und so dem Verkehr entgehen. Kurz nach dem Badeort Llandudno ist man oben angekommen und dem Fischerdorf Hout Bay entgegenrollen.
Der Anstieg von Hout Bay aus ist nicht besonders aufregend. Zwar wird man wird man mit einem schönen Ausblick belohnt, aber der gerade und stetige weg hinauf ist anstrengend aber nicht sehr inspirierend.
Ou Kaapse Weg
Ou Kaapse Weg windet sich von Westlake hinauf zum Silver Mine Naturreservat. Der Schein trügt nicht – der Anstieg ist tatsächlich verdammt steil. Der Weg zur Spitze ist sehr transparent – man kann recht gut sehen, wie weit man noch zu klettern hat und der Blick auf Constantia und die Cape Flats verrät einem, was man schon hinter sich hat.
Von Noordhoek aus ist die Straße nicht ganz so steil und man radeln durch eine Gebirgslandschaft bedeckt mit dem einheimischen Fynbos. Gelegentliche Blicke auf False Bay machen die Landschaft perfekt für eine Radtour an sonnigen Tagen.
Constantia Nek
Den Kreisverkehr auf Constantia Nek kann man von Kirstenbosch, Constantia oder Hout Bay erreichen. Die Straßen winden sich alle durch grünen und schattigen Wald. An Wochentagen sollte man hier auf Minibustaxis und Busse achten.
Der Anstieg von Kirstenbosch ist der leichteste, der von Hout Bay der schönste. Im Grunde kann man in dieser grünen und stillen Gegend, in der sich auch einige Weingüter finden nicht viel falsch machen.
Chapman´s Peak
Die berühmte Zollstraße Chapman´s Peak ist eine der schönsten Küstenstraßen der Welt. Man radelt hier entlang steilen Felsen mit Blick auf den weiten, blauen Atlantik. Die 9 km und 114 Kurven machen soviel Spaß, dass man kaum merkt was die Beine leisten. Viele kleine Picknickplätze entlang des Weges laden zu einer kurzen Pause ein und mit etwas Glück erblickt man hier sogar Wale. Aufgrund des Wegzolls hält sich der Verkehr hier in Grenzen und man kann diese Strecke in vollen Zügen genießen.
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